KI-Erstprüfung: drei Fragen für die Geschäftsleitung

Von Raluca Baciu · Veröffentlicht am 25. Oktober 2026

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2026

Wer heute einen Anbieter sucht, fragt oft zuerst eine KI. Der erste Eindruck von Ihrem Unternehmen entsteht damit aus Quellen, die Sie weder schreiben noch bezahlen. Diese Checkliste hilft der Geschäftsleitung, in einer Stunde zu sehen, was KI-Assistenten über das Unternehmen sagen, welche Quellen dahinterstehen und wer sich darum kümmert. Die vollständige Checkliste finden Sie unten, eine bearbeitbare Version senden wir Ihnen per E-Mail.

Warum das eine Führungsfrage ist

Gemäss der Auswertung «What is AI reading?» von Muck Rack vom Mai 2026 über mehr als 25 Millionen Links entfallen 84 Prozent der Zitierungen von ChatGPT, Claude und Gemini auf Earned Media, also auf nicht bezahlte Inhalte wie Journalismus, Forschung, Behördenseiten, Nachschlagewerke und Inhalte anderer Unternehmen. Journalistische Beiträge allein machen 27 Prozent der zitierten Links aus, bezahlte Inhalte 0,3 Prozent. Was eine KI über Ihr Unternehmen sagt, hängt also stark davon ab, was andere über Sie veröffentlicht haben: Fachmedien, Verzeichnisse, Rankings, Interviews und ältere Medienmitteilungen.

Frage 1: Was sagen die KI-Assistenten heute über uns?

Stellen Sie ChatGPT, Gemini und Perplexity die Fragen, die Ihre Kunden stellen würden:

Notieren Sie jede Antwort mit Datum. Achten Sie darauf, ob Ihr Unternehmen überhaupt genannt wird, wie es beschrieben wird und welche Mitbewerber regelmässig auftauchen.

Frage 2: Auf welche Quellen stützen sich die Antworten?

Öffnen Sie die Quellen, die der Assistent angibt, und prüfen Sie sie:

Korrigieren Sie zuerst die Quelle, nicht die KI. Die Assistenten fassen öffentliche Quellen zusammen.

Frage an die KIAntwortZitierte QuelleGeprüfte AbweichungZuständig

Vergleich mit Mitbewerber A

Nennt ein altes Angebot

Verzeichniseintrag von 2023

Angebot veraltet

Marketing

Wofür ist das Unternehmen bekannt?

Nennt nur einen Geschäftsbereich

Älterer Fachartikel

Neuer Bereich fehlt

Kommunikation

Die zwei Zeilen sind Beispiele und zeigen, wie die Tabelle ausgefüllt wird.

Frage 3: Wer ist bei uns dafür zuständig?

Meist liegt die Website beim Marketing, die Medienarbeit bei der Kommunikation, die Kundenbeziehungen beim Verkauf und der Auftritt nach aussen bei der Geschäftsleitung. Das Gesamtbild, das eine KI daraus zusammensetzt, gehört oft niemandem. Legen Sie fest:

  1. Wer die Prüfung einmal pro Quartal durchführt.
  2. Wer Korrekturen in Verzeichnissen und auf der Website veranlasst.
  3. Wie Hinweise aus dem Verkauf, etwa ein Mitbewerber, den Kunden erwähnen, in die Prüfung einfliessen.
  4. Wann die Geschäftsleitung das Ergebnis sieht.

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Wie Unternehmen in KI-Antworten sichtbar werden, erklärt unser Beitrag zur KI-Sichtbarkeit für Unternehmen. Wie Führungskräfte zu einer glaubwürdigen Stimme in ihrem Markt werden, zeigen wir im 14-Tage Executive Narrative Sprint.

FAQ

Wie finde ich heraus, was ChatGPT über mein Unternehmen sagt?

Stellen Sie ChatGPT, Gemini und Perplexity die Fragen Ihrer Kunden, etwa einen Vergleich mit Ihren drei wichtigsten Mitbewerbern, und notieren Sie jede Antwort mit der zitierten Quelle. Wiederholen Sie das einmal pro Quartal.

Kann man falsche Angaben in KI-Antworten korrigieren?

Indirekt. Korrigieren Sie die Quelle, auf die sich der Assistent stützt, etwa einen veralteten Verzeichniseintrag oder eine alte Medienmitteilung, und prüfen Sie die Antwort im nächsten Quartal erneut.

Wer sollte im Unternehmen für die KI-Sichtbarkeit zuständig sein?

Eine Person mit Blick auf das Gesamtbild, meist aus Kommunikation oder Marketing, mit klaren Zulieferungen aus Verkauf und Geschäftsleitung. Ohne Zuständigkeit bemerkt niemand, welches Bild eine KI zeichnet.

Wollen Sie das für Ihre Geschäftsleitung?

Ein 30-minütiges Gespräch mit uns. Sie gehen mit den drei Themen hinaus, die Ihr Markt von Ihnen hören sollte.

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